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Projekte

Graeff schreibt über Menschen, die sich entwickeln, die sich von ihrer Herkunft lösen, vom Stadt-Land-Gefälle. Seine Geschichten haben eines gemeinsam: das Element der Sehnsucht nach anderen Menschen und nach einem Wort für das Selbst.
Rhein-Neckar-Zeitung (2014)

Schreiben gegen die Norm(en)? (seit 2018)
Alexander Graeff entwickelte das Lesungs- und Diskussionsformat rund um das Queere, Offene, Nichtfestgelegte und Experimentelle als poetologische Prinzipien eines nicht-normativen Schreibens. Pro Veranstaltung präsentieren jeweils vier Autor*innen ihre vielfältige Gegenwartsprosa und -lyrik sowie ihre oft sehr unterschiedlichen literarischen Ansätze und Vorstellungen einer »queeren« Literatur. Diese zeigt sich vor allem am Mut der Schreibenden, mit dem, was als normativ gesetzt wurde, anders umzugehen und auch an ihrem Engagement gegen bestehende (hetero-)normative und dominanzkulturelle Strukturen in Gesellschaft und Literaturbetrieb. Mit dabei waren bisher Anna Hetzer, Anja Kümmel, Kevin Junk und Donat Blum.

So geht Prosa! Alternativen zum Romanstandard (2017)
Alexander Graeff kuratierte eine Lange Nacht der poetischen Prosa, die am 28. Oktober 2017 veranstaltet wurde. 16 Autor*innen lasen auf der BrotfabrikBühne unkonventionelle, mutige und poetische Prosa. Mit dabei waren Anja Kümmel, Bernd Lüttgerding, Daniel Breuer, Daniel Ketteler, Isabelle Lehn, Joshua Groß, Kai Gutacker, Lilian Peter, Luise Boege, Magdalena Jagelke, Maren Kames, Nancy Hünger, Odile Kennel, Sandra Gugic, Sofie Lichtenstein und Thomas Podhostnik; Zoë Beck und Alexander Lehnert moderierten. 100% der Abendkasseneinnahmen kamen der Gemeinschaftsunterkunft Treskowstraße in Berlin-Heinersdorf zugute.

Verwandlungswochen in der Brotfabrik Berlin
(2016)
Zum Anlass des 100. Geburtstags von Franz Kafkas berühmter Erzählung »Die Verwandlung« kuratierte Alexander Graeff vom 2. bis 16. Oktober 2016 die Verwandlungswochen in der Brotfabrik Berlin. Im Zentrum der Aktion wurden im Neuen Salon Tuschezeichnungen des italienischen Illustrators Guglielmo Manenti gezeigt. Als Begleitprogramm zeigte das BrotfabrikKino die Filme »Der Prozess« von Orson Welles, »Der Andere« von Robert Wiene und »Eraserhead« von David Lynch. In der Lesereihe »Kafkas Erben?« lasen Valentin Moritz, Caca Savic und Thomas Podhostnik.

Dialogperspektiven: Religionen und Weltanschauungen im Gespräch (seit 2015)
Alexander Graeff ist Referent für sozial- und Religionswissenschaften im interreligiösen Programm des jüdischen Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES) zur Erforschung und Etablierung neuer Formen des interreligiösen und weltanschaulichen Dialogs. Zu den jährlich stattfindenden intersektionalen Seminaren des Programmes bietet Alexander Graeff regelmäßig Workshops an zum Thema neue Religionen, Religionspluralismus, Sozialphilosophie und Identitätsforschung.

Edition Paradogs (seit 2015)
Getreu dem Motto »Paradogs sind die streunenden Hunde der Literatur« und in Analogie zur Bildenden Kunst führen seit 2015 die Designerin Anke Enders und Alexander Graeff die erste Edition für Outsider-Literatur in Deutschland: die Edition Paradogs. Im Sinne des Inklusionsgedankens verlegt die Edition Autor*innen, die einen frischen und unkonventionellen Blick auf die Literatur werfen und dabei aus literaturfremden Professionalisierungsbereichen stammen.

Brotfabrik Berlin (seit 2015)
Alexander Graeff ist Programmverantwortlicher für das literarische Angebot im Kulturzentrum Brotfabrik am Caligariplatz in Berlin-Weißensee. Das Literatur- bzw. Lesungsprogramm besteht aus einem vielfältigen Angebot poetischer Ausdrucksformen, zu dem in erster Linie zeitgenössische Prosa und Lyrik zu rechnen ist. Im Neuen Salon finden regelmäßig Einzellesungen, Lesereihen, aber auch umfangreiche Literaturevents auf der BrotfabrikBühne statt.

Literatur in Weißensee (seit 2013)
ist eine dialogische Lesereihe, in der Alexander Graeff in der Brotfabrik Berlin zeitgenössische Prosa und Lyrik präsentiert. Jede Lesung ist ein Zeugnis vielfältiger, z.T. internationaler Literatur in, aus und für Weißensee. Mit Texten von Alexander Graeff sowie wechselnden literarischen Gästen. Mit dabei waren bisher Mikael Vogel, Kinga Tóth, Anja Kümmel, Sascha Reh, Tobias Roth, Iunona Guruli, Björn Kuhligk, Marlen Pelny, Nancy Hünger, Patricia Hempel, Czollek, Lea Schneider, Jan Kuhlbrodt, Odile Kennel, Joshua Groß, Martin Piekar u.v.m.

Zeitkunst-Festival (2009)
Literarisch-musikalische Inszenierungen im Rahmen des Festivals für Kammermusik und Gegenwartsliteratur »Zeitkunst« am 7. und 8. November 2009 in der Villa Elisabeth Berlin. Es entstand in Zusammenarbeit mit Claudio Bohorquez die Erzählung »Tragisches Zwischenspiel im herbstlichen Hinterhof« zu Paul Hindemiths Sonate für Violoncello solo op. 25 Nr. 3. Außerdem wurde zu Graeffs Erzählung »Diffuse Überlegungstrilogie bei einem Glas Holunderblütenlimonade« von Christoph Ehrenfellner eine Suite für Streichquartett komponiert und uraufgeführt.

KOMA69 (2000–2009)
Alexander Graeffs Bandprojekt verknüpfte expressive Literaturvertonung mit experimenteller Klangerzeugung. Skurrile Poesie traf auf nicht immer problemlos erschließbare Soundstrukturen. Was im Jahr 2000 als Minimal-Wave-Soloprojekt begann, wurde bis 2009 beständig zu einem intermedialen Musikprojekt ausgebaut, an dem zahlreiche Künstler*innen partizipierten.