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Beitrag zur Mario Wirz Tagung

Ich habe mich das letzte halbe Jahr intensiv mit Mario Wirz und seinem Werk befasst. Vor allem seine autofiktionalen Essays und Prosaminiaturen über männliche Geschlechternormen, den Terror der Normalität, internalisierte Körperfeindlichkeit, Sprachlosigkeit und AIDS als Metapher für Verlust und Trauer haben mich begeistert. Für die nun anstehende Mario Wirz Tagung im Literaturforum im Brecht-Haus habe ich ein Essay geschrieben über die Aktualität von Marios Werk, den ich am 29. Mai um 14:15 Uhr lesen werde. Ich bin auch sehr gespannt auf den Beitrag meines geschätzten Kollegen Mátyás Dunajcsik, der über Klischees und Authentizität in queeren Biografien geschrieben hat. Alle Infos findet ihr auf www.lfbrecht.de/mario-wirz-ein-dichter-in-der-grossstadt

Eine unwahrscheinliche Existenz

Große Freude und Ehre, dass ich im Rahmen des Benefizprojekts von Slata Roschal und Alexander Estis am 20. April auf dem Theaterschiff Heilbronn lesen darf. Sämtliche Einnahmen und Erlöse der Lesungen gehen zugunsten des Freundschaftsverbandes The Parents Circle , der sowohl aus palästinensischen als auch israelischen Angehörigen besteht, die im Nahostkonflikt ein Familienmitglied verloren haben. Der Verein setzt sich für ein Ende des Blutvergießens ein.

 Ticket-VVK und alle Infos findet ihr hier: www.theaterschiff-heilbronn.com/eine-unwahrscheinliche-existenz

Wir sind diese Körper. »Trauer« & »Queer« im Dialog

Queere Kulturen sind ohne Trauer nicht zu denken, ähnlich wie Pride nur vor dem Hintergrund von Shame Sinn ergibt. Am 13. März spreche ich mit Jo Frank über diese Verquickungen, die zwar nicht unbedingt unsere Biografien, aber doch unser Schreiben über Biografie und unsere in der Edition Poeticon erschienenen Essays »Trauer« und »Queer« zusammenbringen. Moderiert wird der Abend von Andrea Schmidt und stattfinden tut alles in der großartigen Buchhandlung Montag . Weitere Infos findet ihr auf www.literaturport.de/veranstaltungen/wir-sind-diese-koerper

Das Ende des Roman­tik­dik­tats

Große Freude und Ehre: Am 2. Februar 2024 darf ich auf der BrotfabrikBühne mit der Soziologin Andrea Newerla ein Gespräch führen über einige meiner Herzensangelegenheit; nämlich über neue Wege der Inti­mi­tät, über die Bedeu­tung der Freund­schaft für zukünf­ti­ge, polyamore Ver­ant­wor­tungs­ge­mein­schaf­ten und Wahl­fa­mi­li­en, über die kul­tu­rel­len und sozia­len Hin­ter­grün­de der roman­ti­schen Zwei­er­be­zie­hung – und auch dar­über, wes­halb es so schwer ist, sich die­ser hart­nä­ckigs­ten aller sozia­len Nor­men zu ent­le­di­gen. Andrea Newerla stellt am 2.2. um 19.30 Uhr ihr 2023 erschienenes Buch »Das Ende des Roman­tik­dik­tats. War­um wir Nähe, Bezie­hun­gen und Lie­be neu den­ken soll­ten« vor, liest daraus, dann reden wir. Weitere Infos und Tickets gibt's auf www.brotfabrik-berlin.de/events/das-ende-des-romantikdiktats-lesung-gespraech-mit-andrea-newerla

Who's Afraid Of Stardust? Positionen queerer Gegenwartskunst

»Who's Afraid Of Stardust? Positionen queerer Gegenwartskunst« heißt die aktuelle Ausstellung von Kunsthalle Nürnberg und Kunsthaus Nürnberg. Die Ausstellung präsentiert Werke von 30 Künstler*innen, die Aspekte queeren Lebens thematisieren. Zur engagierten Ausstellung ist ein umfangreiches Magazin erschienen, das ich mit meinem Essay »Tentakel ausbilden« eröffnen darf. Ich freue mich sehr über diese Möglichkeit und die großartige Übersetzung ins Englische von Lucinda Rennison. Am 18. Januar 2024 bin ich Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung, die noch bis zum 11. Februar 2024 läuft. Alle Infos zur Ausstellung & zum Begleitprogramm auf www.kunstkulturquartier.de Infos zu meiner Lesung am 18.01. gibt’s auf www.kunstkulturquartier.de/tentakelausbilden

Schreiben gegen die Norm(en)? #4

Migration ist zum gesellschaftlichen Alltag geworden, jede*r dritte Bürger*in nennt eigene oder familiäre Migrationsgeschichten als Bezugspunkte im Leben. In den Medien ist von der postmigrantischen Gesellschaft die Rede. Und auch in der Literatur ist Migration ein beliebtes Thema. Gleichzeitig haben binäre Ausschlussdynamiken Hochkonjunktur: Inland/Ausland, Eigenes/Fremdes, Wir/Die bleiben hartnäckig bestehen. Wie geht das zusammen mit den sich verändernden Wahrheitsproduktonsmaschinen, um Paul B. Preciado zu zitieren, und wer bedient welche Hebel? Mit diesem Themenschwerpunkt geht »Schreiben gegen die Norm(en)?« in die nunmehr vierte Runde. Diesmal sprechen Andrea Schmidt und ich mit Anja Bachl, Lütfiye Güzel, Ralph Tharayil und Selma Wels. Alles Infos, Ticket-VVK und Link zum Livestream gibt's auf www.lfbrecht.de/schreiben-gegen-die-normen-4/

Winter-Termine

Ein paar Termine für Lesungen und Moderationen im Winter 2023/24 stehen jetzt bereits fest. Hier kommen sie: 17.10.23, München: Lesung & Gespräch im Rahmen der Lesereihe LIX #20. Alle Infos auf www.theater-hochx.de/lix-20 10.11.23, Berlin: Moderation der 4. Ausgabe der Lesereihe »Schreiben gegen die Norm(en)?« im Literaturforum im Brecht-Haus. Mit Anja Bachl, Ralph Tharayil, Selma Wels und Lütfiye Güzel. Mit mir moderiert wieder Andrea Schmidt. Ticktes und Infos auf www.lfbrecht.de/schreiben-gegen-die-normen-4 18.01.24, Nürnberg: Lesung & Gespräch »Tentakel ausbilden« in der Kunsthalle Nürnberg. Im Rahmen der Ausstellung »Who's Afraid Of Stardust? Positionen queerer Gegenwartskunst«. Alle Infos auf www.kunstkulturquartier.de/kunsthalle/tentakelausbilden 02.02.24, Berlin: Moderation der Veranstaltung »Das Ende des Romantikdiktats« mit Andrea Newerla in der Brotfabrik Berlin. Infos zu Andreas Buch gibt's hier: www.deutschlandfunk.de/andrea-newerla-das-ende-des-ro

Das Anekdoten-Archiv – Teil 3: Zeug*innenschaft für einen solidarischen Literaturbetrieb

Heute vervollständigen Lilian Peter und ich unser Gespräch zum Anekdoten-Archiv auf wepsert.de . Im letzten Teil geht es um den Körper als Anekdoten-Container, um Körper(un)durchlässigkeiten und Produktionsverhältnisse sowie das Buch als intersubjektives und intertextuelles Gewebe. Am Ende des Gesprächs laden wir alle, die mit uns zusammen in diesem Literaturbetrieb arbeiten, dazu ein, ihre Anekdoten zu teilen. Hier geht’s zum 3. Teil des Gesprächs über Zeug*innenschaft für einen solidarischen Literaturbetrieb auf www.wepsert.de/artikel/das-anekdoten-archiv-teil-3 Und hier steht ab jetzt das Anekdoten-Archiv offen für alle: https://padlet.com/anekdoten/archiv

Das Anekdoten-Archiv – Teil 2: Vielfalt, literarisches Denken und Politisierung

Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil meines Gesprächs mit Lilian Peter über Literaturbetrieb, Männerdomänen, grantige Trolle, subtile und weniger subtile Ein- und Ausschlussmechanismen sowie über die Wichtigkeit von Vernetzungen. Der zweite Teil ist wie der erste auf wepsert.de zu finden. Bleibt am Ball, im nächsten und letzten Teil wird es die Einladung zum Mitmachen geben – dann steht allen das Anekdoten-Archiv offen! Hier geht’s zum 2. Teil des Gesprächs über Vielfalt, literarisches Denken und Politisierung auf www.wepsert.de/artikel/das-anekdoten-archiv-teil-2

Das Anekdoten-Archiv – Teil 1: Körper, Sprache und Identität

Lange arbeiten Lilian Peter und ich schon an der Idee eines Anekdoten-Archivs. Anfang des Jahres haben wir uns verabredet, ein Gespräch dazu, aber auch über Diskriminierungen, Produktionsverhältnisse, Willkürlichkeiten und Machtverhältnisse im Literaturb etrieb zu führen. Das haben wir ausgiebig getan und mit wepsert.de eine großartige Plattform – »Gepflegte Hysterie & feministischer Diskurs« – gefunden, die dieses Gespräch im zweiwöchigen Turnus ab heute in drei Teilen veröffentlicht. Lilian und ich wollen mit diesem Vorhaben zu mehr Solidarität unter Kolleg*innen aufrufen. Es lohnt sich, am Ball zu bleiben, denn nach dem dritten Teil wird es eine Einladung zum Mitmachen, zum Aufschreiben, zum Einschalten geben – dann öffnen wir das Anekdoten-Archiv! Hier geht’s erstmal zum 1. Teil des Gesprächs auf www.wepsert.de/artikel/das-anekdoten-archiv-teil-1