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»Die Flucht vor dem Sozialen« – Literaturbetrieb und Queerness

Am Donnerstag, den 2. Dezember 2021 ab 18:15 Uhr halte ich einen Vortrag in der Philosophischen Fakultät der Universität Würzburg . Die LGBTQIA+-Beauftragte der Fachschaftsvertretung fragte mich, ob ich über Literaturbetrieb und Queerness, queere Literatur und – bezogen auf meinen Radio-Beitrag im Februar 2021 – darüber sprechen könnte, inwiefern queere Autor*innen die herrschenden Strukturen stören. Ich will es versuchen. Der Vortrag lautet: »Die Flucht vor dem Sozialen« – Literaturbetrieb und Queerness. Über politische Potentiale queerer Literatur – und er wird auch live gestreamt via Zoom. Weitere Infos und den Zoom-Zugangslink findet ihr hier: https://www.phil.uni-wuerzburg.de/fachschaft/unsere-veranstaltungen

Schreiben gegen die Norm(en)? #2

Probieren wir es noch ein drittes Mal, die nächste Ausgabe von Schreiben gegen die Norm(en)? auszurufen. Diese zweite Ausgabe meiner Lesereihe für Literatur und Diskurs planen wir tatsächlich seit Anfang 2019. Nun findet sie am Samstag, den 13. November 2021 in der Buchhandlung ocelot (Brunnenstr. 181, 10119 Berlin) statt. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr. Neben den großartigen literarischen Gäst*innen Doris Anselm, Jasper Nicolaisen, Miku Sophie Kühmel und Muri Darida freue ich mich, gemeinsam mit Andrea Schmidt vom Verlagshaus Berlin die Veranstaltung zu moderieren. Alle Infos zur Reihe, zur zweiten Ausgabe und zu Ticketreservierungen findet ihr hier: www.genialokal.de/ocelot/Veranstaltungen

Wie gelingt intersektionale Kooperation? Oder: Macht verlernen in 12 Stufen

Am Dienstag, den 21. September 2021 diskutiere ich ab 20:30 Uhr mit Anna Schapiro, Daniela Dröscher und Asal Dardan über die Frage, ob sich durch engagierte Gegenwartskunst und -literatur Modelle gelingendender Kooperation auch für die Mehrheitsgesellschaft ableiten lassen. Im Rahmen des »Festival der Kooperationen mit Alexander Kluge & friends«, das vom 17. bis 26. September im Literaturhaus Berlin stattfindet, erarbeitete ich gemeinsam mit Anna Schapiro und Daniela Dröscher ein performatives Werk, das Literatur, Raum, Material und soziale Kooperation miteinander zu verbinden sucht. An dem Abend präsentieren wir es und sprechen über intersektionale Methoden in Kunst und Aktivismus. Weitere Informationen findet ihr auf www.literaturhaus-berlin.de/festival-der-kooperationen

Poets‘ Corner Spandau

Am Samstag, den 11. September 2021 lese ich nach langer Pause endlich mal wieder im Rahmen einer Präsenzveranstaltung. Und zwar beim Poets' Corner, die jedes Jahr in verschiedenen Bezirken Berlins im Zuge des Poesiefestivals stattfinden. Dieses Jahr in der Zitadelle Spandau ( Am Juliusturm 64, 13599 Berlin). Ich bringe neue Gedichte mit und trage auch ein paar aus den Pfirsichsaucen vor. Mit dabei sind auch Lady Gaby, Alisha Gamish, Zehava Khalfa und Temye Tesfu. Die Moderation übernimmt Johann Reißer. Um 16 Uhr geht's los! Weitere Informationen findet ihr auf www.poesiefestival.org/poets-corner .  

Umfangreiche Themenwoche über queere Literatur im Börsenblatt

In der aktuellen Ausgabe (Nr. 29/2021) des Börsenblattes, dem Fachmagazin der Buchbranche, ist der Leitartikel »Regenbogenbunt. Die Zeit ist reif für mehr Vielfalt im Literaturbetrieb. Das gilt auch für queere Literatur und queere Menschen. Versuch einer Bestandsaufnahmeder« zur Themenwoche über queere Literatur und queere Akteur*innen im Literaturbetrieb erschienen. Neben vielen tollen Kolleg*innen wie Jim Baker, Lina Muzur, Lann Hornscheidt und Donat Blum, bin auch ich als Leiter der QMS-Sektion »Literatur/Graphic Novel/Verlagswesen« zu Wort gekommen. Im Zentrum des Artikels sowie begleitender Interviews mit Akteur*innen standen die Forderungen der QMS. Die Interviews findet ihr auf www.boersenblatt.net , die PDF des Artikels im Pressebereich der Queer Media Society.

Interview auf Deutschlandfunk Kultur

Ich war wieder im Radio! Diesmal wurde ich zum Interview über queere Litertaur und Literaturbetrieb eingeladen. Zum ersten Mal sprach ich auch über meinen eigenen Ansatz von queerer Literatur als zeitgemäßer politischer Literatur (ein größerer Essay zum Thema ist ja in Arbeit). Das Gespräch mit Joachim Scholl wurde in der Lesart auf Deutschlandfunk Kultur veröffentlicht. Der Beitrag heißt »Queere Autor*innen stören die herrschenden Strukturen« und ihr findet ihn zusammen mit einem Mitschnitt des Interviews in der Mediathek auf www.deutschlandfunkkultur.de/diversitaet-im-literaturbetrieb-queere-autor-innen-stoeren

Queerfeministische Literatur – zeitgemäße politische Literatur?

Am Freitag, den 20. November 2020 um 19.30 Uhr spreche ich im Online-Talk mit Isabelle Lehn, Patricia Hempel und Tobias Reußwig über queerfeministische Literatur als zeitgemäße politische Literatur. Gehostet wird die Veranstaltung vom Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung (IZfG) in Greifwald. Und das ist der Ankündigungstext: »Trotz der in großen Teilen noch immer patriarchalen Verfugung des deutschsprachigen Literaturbetriebs erscheinen mehr und mehr Bücher von Frauen und Queers in großen Publikumsverlagen. Queere Klassiker werden in deutscher Übersetzung veröffentlicht, zahlreiche Initiativen für mehr Sichtbarkeit queerfeministischer Anliegen haben sich in den letzten Jahren gegründet und neu entstehende Buchläden spezialisieren sich auf Literatur von Queers und Frauen. Was ist dran an dieser Entwicklung? Nur ein Trend oder stecken zeitgemäße politische Anliegen hinter dieser Bewegung? Isabelle Lehn, Patricia Hempel, Tobias Reußwig und Alexander Graeff disk

Queere Literatur ist politische Literatur

Zusammen mit meinen geschätzten Kolleg*innen Eva Tepest, Katja Anton Cronauer und Kevin Junk habe ich auf dem wunderbaren Online-Literaturfeuilleton 54books die neue Kolumnenreihe [Queering Literaturbetrieb] initiiert. In kurzen Essays widmen wir uns den Dissonanzen zwischen Literaturproduktion und Verlagswesen, und wollen den aktuellen Wasserstand der queeren, deutschsprachigen Literatur ausloten.  Heute ist mein eigener, sehr persönlicher Beitrag erschienen: ein Essay über die letzten 15 Jahre Literaturbetrieb und warum ich queere Literatur als zeitgemäße politische Literatur verstehe. Den Beitrag könnt ihr lesen auf www.54books.de/queere-literatur-ist-politische-literatur-queering-literaturbetrieb

Perpetuum mobile auf Deutsch

Mein Quarantänetext »Perpetuum mobile« ist jetzt auch auf Deutsch erschienen. Die Erzählung über Fernbeziehung, wüste Träume, Gewichtszunahme und andere Probleme, die durch die Coronapandemie entstanden sind, war bereits im Juni in englischer Übersetzung im Statorec Magazin erschienen. Nun freue ich mich über die Veröffentlichung auf dem Blog des Herzstückverlags »Down by Berlin«. Das Foto von mir, das den Text begleitet, stammt von Sarah Berger. »Perpetuum mobile« könnt ihr lesen auf www.downbyberlin.de/perpetuum-mobile

Zweite Auflage von »Minkowskis Zitronen« erschienen

Ich habe meine Literatur zwar immer als kritisch und surreal verstanden, aber nicht von Anfang an als politisch. Die psychosozialen Zugriffe schienen mir früher plausibler. Erst durch die literarische Verarbeitung meiner eigenen Biografie erkannte ich, dass sich in der schreibenden Selbstermächtigung natürlich auch politisches Potenzial verbirgt. Ich begann also, mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass mein Schreiben die herkömmliche literarische Reflexion meiner Ego-Perspektive übersteigen könnte und widmete mich diesem Zugriff zum ersten Mal in meinem Erzählband »Minkowskis Zitronen«, der 2011 erschienen ist.  Nun hat das Verlagshaus Berlin eine zweite, überarbeitete Auflage des Buches an den Start gebracht – und über manche Erzählung darin bin ich heute sehr verblüfft. »Sklave« z. B. greift Themen auf, wie sie sich Jahre später gesellschaftlich erst manifestierten. Lange vor 2015 geschrieben, handelt die Erzählung von einer bürgerlichen Öffentlichkeit, die sich an strengen Normen o