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Perpetuum mobile auf Deutsch

Mein Quarantänetext »Perpetuum mobile« ist jetzt auch auf Deutsch erschienen. Die Erzählung über Fernbeziehung, wüste Träume, Gewichtszunahme und andere Probleme, die durch die Coronapandemie entstanden sind, war bereits im Juni in englischer Übersetzung im Statorec Magazin erschienen. Nun freue ich mich über die Veröffentlichung auf dem Blog des Herzstückverlags »Down by Berlin«. Das Foto von mir, das den Text begleitet, stammt von Sarah Berger.

»Perpetuum mobile« könnt ihr lesen auf www.downbyberlin.de/perpetuum-mobile

Zweite Auflage von »Minkowskis Zitronen« erschienen

Ich habe meine Literatur zwar immer als kritisch und surreal verstanden, aber nicht von Anfang an als politisch. Die psychosozialen Zugriffe schienen mir früher plausibler. Erst durch die literarische Verarbeitung meiner eigenen Biografie erkannte ich, dass sich in der schreibenden Selbstermächtigung natürlich auch politisches Potenzial verbirgt. Ich begann also, mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass mein Schreiben die herkömmliche literarische Reflexion meiner Ego-Perspektive übersteigen könnte und widmete mich diesem Zugriff zum ersten Mal in meinem Erzählband »Minkowskis Zitronen«, der 2011 erschienen ist. Nun hat das Verlagshaus Berlin eine zweite, überarbeitete Auflage des Buches an den Start gebracht – und über manche Erzählung darin bin ich heute sehr verblüfft. »Sklave« z. B. greift Themen auf, wie sie sich Jahre später gesellschaftlich erst manifestierten. Lange vor 2015 geschrieben, handelt die Erzählung von einer bürgerlichen Öffentlichkeit, die sich an strengen Normen o…

Beitrag in der Blackbox & Podcast

Ich habe mal wieder einen Beitrag aus der Serie »Die Geschichte des Gedichts« für den Blog des Verlagshaus Berlin – die Blackbox – verfasst. Diesmal beschreibe ich in einem Essay die biografischen, politischen und literarischen Zusammenhänge meines Aufwachsens in der Pfalz, die ich ebenso auch im Gedicht »In der Pfalz und in der Ferne« verhandelt habe.

Parallel zum Essay-Launch hat mich Tillmann Severin noch zum Gespräch über meine Gedichtband Die Reduktion der Pfirsichsaucen im köstlichen Ereignishorizont eingeladen, was der Verlag im Podcast #lyrikalsmodus nun auch veröffentlich hat. Wir sprechen über Magrittes Pfeife, darüber, was Ausgänge vorn und hinten mit Sozialisation zu tun haben und über den Unterschied zwischen knackigen und saucigen Gerichten.

Den Podcast könnt ihr hier anhören: www.verlagshaus.buzzsprout.com/lyrikalmodus-episode-sechs Den Essay in der Blackbox gibt es hier: www.verlagshaus-berlin.de/blackbox

Perpetuum mobile

Am 26. April durfte ich im Rahmen von Viral - das online Literaturfestival in Zeiten der Quarantäne eine neue Erzählung lesen, die die Frage nach Fernbeziehungen, wüsten Träumen, Gewichtszunahme durch Pommes Frites mit Ketchup und anderen Problemen, die durch die Coronavirus-Quarantäne entstanden sind, umkreist. Der dystopische Text wurde von Mark Kanak ins Englische übersetzt und ist jetzt im wunderbaren Statorec Magazin erschienen. Die Literaurzeitschrift wurde 1914 von Silas Reed, Dorothy Parker und Max Eastman gegründet und 2017 in ein Onlinemagazin umgewandelt. Redigiert und Herausgegeben hat den Text Andrea Scrima. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit!»Perpetuum mobile« könnt ihr lesen auf www.statorec.com/perpetuum-mobile

Der queere Stoff

Nun ist auch das Interview, das ich am 13. März dem Radio mephisto 97.6 für die Queer Media Society gegeben habe, online erschienen. Ich spreche mit Moritz Lünenborg über Literatur, die andere Orientierungswege aufzeigt und nicht immer den standardisierten Heldenmythos erzählt, über queeres Identifikationspotenzial, Jugendbücher und über den Literaturbetrieb.

Der Beitrag heißt »Der queere Stoff« und ihr findet ihn zusammen mit einem Mitschnitt des Interviews auf www.radiomephisto.de/der-queere-stoff

Krisenlyrik auf ndr.de

Ich wurde vom NDR gefragt, ob ich mich mit einer Lesung an der »Kultur trotz Corona«-Aktion auf ndr.de beteilige. Passend zum allgemeinen Krisengefühl habe ich vier Gedichte aus den Pfirsichsaucen gelesen und ein Video gedreht. Texte, die möglicherweise zeigen, dass eine Krise schon viel früher bestand und Corona vielleicht nur ein Symptom darstellt.

Das Video mit der Krisenlyrik ist seit heute online verfügbar auf www.ndr.de/kultur/Alexander-Graeff-liest-Krisenlyrik.html

Momentanes Herzensbuch

Ich wurde vom LCB gefragt, ob ich ein Herzensbuch empfehlen möchte, was ich in der Rubrik »Leselampe« des Literaturport.de auch getan habe. Herzensbücher zeichnen sich für mich vor allem dadurch aus, dass sie mich in einer bestimmten Zeit, auf einer bestimmten Etappe meiner persönlichen und schriftstellerischen Entwicklung begleitet und diese nicht selten beeinflusst haben. Für die momentane Etappe ist mein Herzensbuch Hautfreundin von Doris Anselm.

Lest auf www.literaturport.de/leselampe/kw11-alexander-graeff warum!

QMS-Aktionen im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Queere Geschichten bleiben im Literaturbetrieb und Verlagswesen meist unsichtbar. Das geschieht nicht, weil nicht ausreichend queere Geschichten geschrieben, gezeichnet und erzählt werden würden, sondern weil die strukturelle Durchlässigkeit für queere Ansätze bei den Entscheidungsträger*innen in Agenturen, Verlagen, Literaturhäusern und im Feuilleton bei Weitem noch nicht groß genug ist.

Um auf diese Mißstände zu reagieren, habe ich für die QMS drei Veranstaltungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse vom 12. bis 15. März 2020 kuratiert. Eine Podiumsdiskussion zum Thema Queere Literatur wird sonntags auf der Messe in Zusammenarbeit mit der bundesweiten Initiative #verlagegegenrechts stattfinden; am Stand von Radio mephisto 97.6 wird samstags über Queerness in Graphic Novel und Comic diskutiert und als ganz besonderes Format veranstaltete ich bereits am Messedonnerstag eine Lesung in der Guten Quelle im Rahmen von »Leipzig liest«.

Die Aktionen im einzelnen:

12.03.2020, 20 Uhr, Die Gut…

Queerdenker

Anfang Januar führte Erik Heier vom tip Berlin ein umfangreiches Interview mit mir über queere Literatur und politisches Engagement im (konservativen) Literaturbetrieb. Ich sprach insbesondere über meine Aktivitäten in der Queer Media Society, streute ein paar mir wichtige Namen von Aktivist*innen und engagierten Autor*innen ein und kündigte auch die geplanten QMS-Aktionen im Rahmen der diesjährigen Buchmesse in Leipzig an. Das Interview trägt den passenden Titel »Queerdenker«, was mir gut gefällt, denn es hebt auch meinen philosophischen Zugang zu dem Thema hervor.

Die Onlineversion des Interviews ist jetzt auf www.tip-berlin.de/schriftsteller-und-philosoph-alexander-graeff-ueber-queerness-in-der-literatur erschienen.

Kotzen als Kulturtechnik

Anfang des Jahres habe ich mich gefragt, warum ich das »Face Vomiting«-Emoji so oft verwende, um auf Beiträge, Postings u.v.m. zu reagieren. Aus der Frage ist dann nach und nach ein Text geworden, eine Skizze zu einer Kulturtechnik des Kotzens, die – so meine These – vielleicht eine (fäkal-)ästhetische Annäherung an sprachliche und politische Brechmittel unserer Tage sein kann. Das Essay voller bunter Kreisbewegungen ist nun auf Fixpoetry.com erschienen. Kotzen als Kulturtechnik wendet sich spiralförmig auf den Ebenen der Sprache, der Biologie, Medizin, Kunst und Religion gegen die »natürlichen Richtungen« ebenso wie sie auch vice versa, kreuz und quer, gedacht werden kann.

Den vollständigen Essay mit aparter Bebilderung findet ihr auf www.fixpoetry.com/feuilleton/essays/alexander-graeff/kotzen-als-kulturtechnik.