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Statt eine herkömmliche Handlungslinie zu zeichnen, schaut Graeff hinter das vermeintlich Normale.

Die Reduktion der Pfirsichsaucen im köstlichen Ereignishorizont von Alexander Graeff
Verlagshaus Berlin; 1. Auflage: 2019; 115 Seiten; Softcover; ISBN 978-3-945832-30-1; 17,90 Euro; Illustrationen von Mario Hamborg

In »Die Reduktion der Pfirsichsaucen im köstlichen Ereignishorizont« fragt Alexander Graeff, wie man in einer voreingestellten Welt zu einer eigenen Stimme findet. Graeff bleibt nicht bei der Frage stehen: Seine Sprache ist immer Rhythmus, immer körperlich. Sie ist der Raum, in dem wir spüren, dass es eine Welt schon vor uns gab. Und in der uns nichts anderes übrig bleibt, als die Sprache der Älteren zu dekonstruieren: Vätergeschlechter waren immer / rostiger als der Zikadenklang der Brüder. In diese Welt toxischer Männlichkeit geht Graeff hinein, ohne den Bankrott des Individuums zu erklären: Mechan- / Ismen Lieder Utopien. In drei Kapiteln durchspielt er Optionen von Rhythmus, Körper und Haltung. Das Gemachtsein durch die Welt verbindet Graeff mit Kulinarik – Sozialisation als aufwändiger Küchenakt. Im Sicheinverleiben wie in der Begegnung mit dem Fremden, etwa mit Tieren, kommen wir zu einem Ursprung, der nie einer war: der Ursprung aller Fehler am / Norm- / system zerbrochen. 

Graeffs Zeilen erzählen von absurden Szenerien, in denen doch immer alltägliche Gegenstände auftauchen. Auch durch die geschilderten Emotionen rückt das lyrische Ich beim Lesen in eine Nähe, die zugleich durch die surrealen Elemente zur Distanz wird. Es entstehen groteske, aber einprägsame Bilder.  Radio mephisto 97.6 (2019)

Vielleicht ist es diese intendierte Verwebung der lyrischen Realisierung von all dem zugleich, die die Stärken und zugleich Klippen von Graeffs Gedichten ausmachen: Queere Lyrik als konstruktivistische Ereignisverdichtung. So oder so: ‚Die Reduktion der Pfirsichsaucen‘ verlangt auch dem Lesenden einiges an eigener Horizont-Konzentration und -Reflexion ab. – Queer.de (2019) 

Alexander Graeff erzählt von Kulinarik, von Körpern und seziert toxische Männlichkeiten, wirft sie in ein ‚non-binäres Biotop der Freude‘ und macht sie zum ‚Höhepunkt der Gegenwart‘. Verkopfte Zeilen treffen auf körperliche Realität, durchweg gewürzt mit einer selten feinen Beobachtungsgabe. – TIP Berlin (2019)



Okkulte Kunst von Alexander Graeff (Hg.)
transcript Verlag Bielefeld; 1. Auflage: 2019; 254 Seiten; Softcover; ISBN 978-3-8376-4763-1; 34,99 Euro 
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Zahlreiche Ausstellungen und Buchveröffentlichungen der letzten Jahre zeigen deutlich: Das »Verborgene« und »Geheime« in der Kunst ist nicht nur Gegenstand kunsthistorischer Forschung, sondern spielt auch in der Kunstpraxis eine verstärkte Rolle. Motiviert wird eine solche Kunst von der Vorstellung, dass sie nur indirekt fassbar, sichtbar und sagbar ist. Diese »okkulte Note« (Eugen Mirsky) erhärtet die Auffassung einer devianten, inoffiziellen und verborgenen Seite des Kunstwerkes und seiner sozialen Dimensionen. Die Beiträge des interdisziplinären Bandes nähern sich historisch wie systematisch dem Phänomen einer »okkulten Kunst« und knüpfen dabei neben der Rezeption des Okkultismus als Inspirationsquelle auch an die Vorstellung an, dass es »okkulte Kunst« als ästhetisches Konzept geben könnte. Mit Texten von Alexander Graeff, Anneke Lubkowitz, Carlos Idrobo, Christoph Wagenseil, Dominik Irtenkauf, Elizabeta Lindner Kostadinovska, Martin Weyers, Rüdiger Sünner, Tobias Roth und Ute J. Krienke. Coverabbildung von Alexander Gehring. 



Wassily Kandinsky. Maler, Grafiker und Pädagoge in Weimar von Alexander Graeff
Weimarer Verlagsgesellschaft/Verlagshaus Römerweg; 1. Auflage: 2017; 128 Seiten; Französische Broschur; ISBN: 978-3-7374-0227-9; 14,90 Euro
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Das vorliegende Buch handelt von Wassily Kandinskys Zeit in Weimar. Trotz der Kürze des Zeitraums im Vergleich zu anderen Etappen seines Lebens war die Zeit zwischen 1922 und 1925 eine sehr kreative und inspirierte Phase. Kandinsky arbeitete unermüdlich sowohl als Maler und Grafiker wie auch als Pädagoge. Diese Betätigungen sind ohne den regen Austausch mit seinen Kollegen und Freunden am Bauhaus nicht denkbar. Doch der Weimarer Freundeskreis hatte es nicht leicht in einer Stadt, in der Konservatismus und provinzielle Engstirnigkeit herrschten. Das vorliegende Buch zeichnet neben einer sehr produktiven Zeit künstlerischen Arbeitens auch Kandinskys Freundschaften und jene kräfteraubenden Kontroversen nach, denen sich Wassily Kandinsky und die anderen Bauhäusler aussetzen mussten.



Briefe – Texte – Schriften aus der Zeit am Bauhaus von Wassily Kandinsky
Weimarer Verlagsgesellschaft/Verlagshaus Römerweg; 1. Auflage: 2016; 142 Seiten; Sonderfadenheftung; ISBN: 978-3-7374-0247-7; 12,90 Euro; Herausgegeben und kommentiert von Alexander Graeff
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Der russische Maler und Kunsthistoriker Wassily Kandinsky (1866-1944) gilt als Wegbereiter der abstrakten Kunst. Anlässlich Kandinskys 150. Geburtstag am 16. Dezember 2016 erscheint jetzt eine Sammlung von Texten, Briefen und ausgewählten Schriften aus seiner Zeit am Bauhaus (1922-1933), die seine Betätigungen als Künstler und Pädagoge nachzeichnen, aber auch seine schriftstellerische Bandbreite belegen. Der Band vereinigt dabei zu Lebzeiten publizierte Texte ebenso wie Briefe und andere bisher unveröffentlichte Dokumente zu seiner Person: Dieser Band zeigt erstmals die schriftstellerische Vielfalt Kandinskys vor allem während seiner Zeit am Bauhaus. Darüber hinaus werden ein bisher unveröffentlichtes grafologisches Gutachten und ein Horoskop Kandinskys sowie zwei Dokumente vorgestellt, die seine lebenslange Neigung zu okkulten Weltbildern und Anschauungen belegen, aber bisher von der Forschung vergessen wurden.



Vergessenes Oval von Wassily Kandinsky
Edition ReVers/Verlagshaus Berlin; 2. Auflage: 2019; 104 Seiten; Softcover; ISBN: 978-3-945832-33-2; 17,90 Euro; Herausgegeben von Alexander Graeff und Alexander Filyuta. Mit Illustrationen von Christoph Vieweg
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Wassily Kandinsky (1866–1944) ist einer der bedeutendsten Maler der Moderne. Er gilt als Wegbereiter der Abstraktion, schrieb einflussreiche theoretische Reflexionen und – Gedichte. Mit »Vergessenes Oval« werden seine nachgelassenen deutsch- und russischsprachigen Gedichte zum ersten Mal einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Zum 150. Geburtstag des Künstlers [Wassily Kandinsky] haben jetzt Alexander Graeff und Alexander Filyuta einen kleinen Band herausgegeben: Vergessenes Oval (Verlagshaus Berlin), in dem sie Gedichte aus Kandinskys Nachlass veröffentlichen. […] Im Vergessenen Oval lassen sich tatsächlich Gedichte entdecken, die sich wie Vorläufer der Konkreten Poesie lesen, wenngleich ihre typografische Erscheinungsform noch nicht so ausgeprägt ist. […] Auch im Vergessenen Oval sind übrigens Bild und Text gekonnt verknüpft. Der Zeichner Christoph Vieweg hat den Band behutsam illustriert. – Süddeutsche Zeitung (2016)

Selten sind Texte der Avantgarde mit so viel gestalterischer Sorgfalt präsentiert worden. – Hugo Ball Almanach (2018)



Runen von Alexander Graeff
[SIC]–Literaturverlag; 1. Auflage: 2015; 101 Seiten; Softcover; ISBN: 978-3-981358-73-5; 12,00 Euro; Mit Zeichnungen von Andrea Schmidt
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»Runen« ist eine Sammlung von 22 Prosaminiaturen. Diese Runen verstehen sich selbstverständlich nicht im Sinne neugermanischer Volkstümelei, sondern vielmehr als das, was Alexander Graeff mit seinem eigenwilligen Schreiben zwischen Lyrik und Prosa evoziert: Runen als Zeichen jenseits alltäglicher Sprachwelten, Runen als Geheimnisträger von chiffrierten und komprimierten Sinn- und Bedeutungszusammenhängen. Graeffs Prosaminiaturen erzeugen ein Schwirren zwischen rätselhafter Erzählung und literarischer Dringlichkeit, ein poetisches Umkreisen existenzieller Erfahrungen, weit mehr als reine Reisereflexionen, wohl aber eine Reise hin zu den Anfängen schriftlicher Verständigung. Gefördert durch die Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreis e.V.

In der Auseinandersetzung mit Poesie und Existenzialismus schafft Alexander Graeff in seinen Büchern einen Dialog von Welt und Innenwelt. Die Prosaminiaturen in seinem neuesten Werk Runen tendieren eher zu letzterem. Auf anscheinend unverbundene Weise, surreal verknappt auf je eine Buchseite gebracht, schildert Graeff keine nachvollziehbare Handlung – d. h. Handlung gibt es schon, aber nicht im konventionellen Sinne. – Satt.org (2016)



Kebehsenuf von Alexander Graeff Verlagshaus Berlin; 2. Auflage: 2014; 120 Seiten; Softcover; ISBN978-3-940249-89-0; 13,90 Euro ; Mit Illustrationen von Gerlinde Meyer und einem Nachwort von Jan Kuhlbrodt
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Die Figuren in Alexander Graeffs neuen Erzählungen sind alle auf eine entrückt: Sonderling, Exzentriker, der sich normierten Lebensläufen verweigert. Da ist der Urlauber in Cefalù, der sich ungewollt auf Beziehungskonstellationen einlässt, die er nicht durchschauen kann. Adam Kardamom, der nur in Briefen an seine Schwester Lili eine Möglichkeit zur Kommunikation findet. Adrina, die sich in Prag auf die Suche nach Sprache begibt. Literatur oder Leben? Traum oder Alltag? Ein Melancholieschleier hängt über der Welt, die Alexander Graeff in seinen Erzählungen entwirft – eine Melancholie, die Vergangenheit, Kindheit und verlorenes Glück heraufbeschwört. Nach Süditalien, Prag, Warschau, Ägypten und Griechenland verschlägt es die weltläufigen Einzelgänger dieser Erzählungen. Verbindendes Element ist stets eine Sehnsucht: nach der verlorenen familiären Herkunft, nach anderen Menschen, nach einem eigenen Wort für das Selbst. Graeffs Erzählungen sind gleichzeitig philosophische Versuchsanordnungen, in denen das Scheitern zum Prinzip erhoben wird. Denn die Flucht aus dem Leben gelingt nicht immer, man kann nur versuchen, zu verstehen, was die Menschen, die man hier kennenlernt, umtreibt. Indem Graeff an seinem literarischen Personal durchspielt, was hätte sein können, wo das Leben schief geht, vergewissert er sich nicht zuletzt gegen alle falschen Vorstellungen darüber, dass es gerade die Bruchstellen sind, an denen das Menschliche hell aufscheint – dort sind wir Menschen, wo wir scheitern.

Es ist diese besondere Erzählhaltung, die man vor allem aus der klassischen Moderne kennt, und die den Reiz der Erzählungen von Kebehsenuf ausmacht. Graeff lässt seine Figuren die Möglichkeiten von Sprache und Kommunikation ausloten und verzichtet dabei weitgehend auf klassische Plots oder Spannungsbögen. Vielmehr hält er in seinen Text von Anfang bis Ende eine gleichbleibende und damit unbestimmte, bisweilen bedrohliche Spannung aufrecht. Das erreicht er, indem er mit souveräner Doppelstimme philosophische Reflexionen und erzählende Passagen gleichberechtigt wirken lässt und miteinander verknüpft. – Fixpoetry (2014)
 


Kandinsky als Pädagoge von Alexander Graeff
Shaker Verlag; 1. Auflage: 2013; 328 Seiten; Softcover; ISBN 978-3-8440-1999-5; 34,00 Euro 
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»Kandinsky als Pädagoge« zeigt den Maler und Schriftsteller Wassily Kandinsky (1866-1944) als von den Diskursen der Zeit um 1900 geprägten Pädagogen, im Besonderen als einen Rezipienten und Verfechter reformpädagogischer Ideen. Hierbei wird die Bedeutung der Weltanschauung im Kontext seiner bildungs- und erziehungstheoretischen Überlegungen berücksichtigt, da pädagogische Konzepte nicht losgelöst von den zwangsläufig vorhandenen weltanschaulichen und historischen Hintergründen, in denen sie entwickelt worden sind, untersucht werden können. Es soll in »Kandinsky als Pädagoge« insofern auch geklärt werden, in welcher Weise neben den philosophischen und ästhetischen Traditionen insbesondere auch Einflüsse okkult-esoterischer Anschauungen bei ihm eine Rolle gespielt haben. Diese stehen – so die These des Buches – gerade nicht in einem zufälligen Verhältnis zu pädagogischen Fragestellungen um 1900; die »spiritualistische« Dimension eines pädagogischen Konzeptes wie es bei Kandinsky gezeigt wird, ist kein Einzelfall.

Zweifellos ist die Suche nach dem großen Geistigen ein zentraler Topos seines u.a. aus Theosophie und Anthroposophie gespeisten Denkens, und die entsprechenden, kenntnisreichen Ausführungen Graeffs zeugen von der intensiven Auseinandersetzung des Verfassers mit dem geistesgeschichtlichen Umfeld, in dem Kandinsky agierte und aus dem er anfänglich maßgebliche Anregungen bezog. – Portal Kunstgeschichte (2013)



Minkowskis Zitronen von Alexander Graeff
Verlagshaus Berlin; 1. Auflage: 2011; 120 Seiten; Softcover; ISBN 978-3-940249-45-6; 13,90 Euro; Illustrationen von Nele Brönner
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Alexander Graeff legt mit seinem zweiten Buch »Minkowskis Zitronen« dreizehn neue Erzählungen vor. Dabei bleibt er seiner individuellen Ästhetik treu, wie er sie bereits in »Gedanken aus Schwerkraftland« (2007) mit Erzählungen und Prosafragmenten entwarf. »Minkowskis Zitronen« ist eine Sammlung von Erzählungen – klassische wie experimentelle. Die Geschichten exemplifizieren und reflektieren die Erinnerungen, Gedanken und Erfahrungen ihrer Protagonisten und Protagonistinnen. Ohne zu theoretisieren, gelingt es Graeff, das immerzu gegenwärtig Musterhafte innerhalb von Beziehungen zwischen Menschen aufzuzeigen: die verborgenen psychologischen wie mythischen Muster, die den zwischenmenschlichen Raum prägen, werden freigelegt. Die Geschichten zeigen mehr, als dass sie etwas aussagen. Sie sind Beispiele existentieller Lebensereignisse mit ihrer mitunter surrealen Anziehungskraft.

Graeff hat es sich zur Aufgabe gemacht, Gewohntes in Frage zu stellen und die Grenzen von Sprache und Identität auszuloten. Das mutet mitunter surreal an: [...] Alexander Graeffs Texte sind zugleich Prosastücke und philosophische Essays. [...] sehr inspirierende Lektüre für alle, die ihren Alltag einmal anders erleben wollen. – Weser Kurier (2011)