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»QUEER« – Buchpremiere mit Odile Kennel

Am kommenden Mittwoch, den 19.10.2022 präsentiere ich zusammen mit meiner sehr geschätzten Kollegin Odile Kennel meinen gerade im Verlagshaus Berlin erschienenen Essay »QUEER« ab 20 Uhr in der Ada Bar in Neukölln (Sonnenallee 100, 12045 Berlin). Ich werde aus dem Band lesen, das Ganze etwas praktisch würzen mit eigener und anderer Lyrik. Und ich werde mit Odile über Ein- und Ausschlüsse von Sprache, Klasse und heteronormativer Dominanzkultur, aber auch über Poesie als Ermächtigung, Bisexualität und Möglichkeiten, den Literaturbetrieb zu verqueeren, sprechen. Weitere Infos zur Veranstaltung findet ihr hier: www.literaturport.de/queer-buchpremiere-des-verlagshaus-berlin

Schwanzvergleiche? Über Männlichkeiten in der Literatur

Müssen Männer sich und anderen eigentlich immer was beweisen? Sind Kampfgeist und Durchsetzungsvermögen klassenübergreifende Eigenschaften? Bedeutet Männlichkeit nicht mehr als stereotype Schwanzvergleiche? Welche Zugänge bietet die Gegenwartsliteratur? Wie schreiben Berliner Autorys über Männlichkeiten? Dominiert immer noch die Heldenreise oder gibt es auch andere, queere Ansätze? Und wenn ja, wie viel Scham, Verlustangst und Wut sind mit ihnen verbunden?

 Ich habe mal wieder für die BrotfabrikLiteratur eine große Veranstaltung kuratiert. Den oben genannten Fragen stellen sich am kommenden Samstag, den 8. Oktober um 19.30 Uhr die Autorys Jayrôme C. Robinet , Kevin Junk , Rudi Nuss , Tillmann Severin , Jchj V. Dussel und Christian Baron . Glamourös moderiert von der Queen der literarischen Pro-Glam-Bewegung, der Schaumweingeborenen Audrey Naline . Eine Literaturshow (nicht nur) von und (nicht nur) für Männer. Mehr Infos & Möglichkeiten für Ticketreservierung findet auf www.brotfa...

Schreiben gegen die Norm(en)? #3

Am kommenden Samstag, den 01.10.2022 ab 19 Uhr ist es soweit: Wir feiern die dritte Ausgabe unserer Lesereihe rund ums Queere, Offene und ums Schreiben gegen (hetero-)normative und dominanzkulturelle Strukturen in Gesellschaft und Literaturbetrieb. Schreiben gegen die Norm(en)? findet diesmal im traditionellen SchwuZ ( Rollbergstraße 26, 12053 Berlin ) statt. Große Bühne, tolle Autor*innen: Jchj V. Dussel, Heike Geißler, Siham Karimi und Marlen Pelny. Moderiert von Andrea Schmidt und Kevin Junk. Ich bleibe diesmal im Hintergrund. Tickets könnt ihr hier kaufen: www.schwuz.de/event/schreiben-gegen-die-normen

Über Bisexualität

Heute ist der internationale Tag der Bisexualität und für mich ein Anlass, mit einigen immer noch kursierenden Mythen über Bisexualität aufzuräumen. Das habe ich in einem Essay mit dem Titel »Wir existieren und sind gar nicht so wenige« für die Frankfruter Rundschau getan und darin auch ein gutes Buch zum Thema empfohlen: »Bi. Vielfältige Liebe entdecken« (Hanser, 2022) von Julia Shaw. Mein Titelvorschlag war »Phasen, Spektren und Übergänge«, weil das (m)eine nicht-monosexuelle Orientierung bestens beschreibt in dieser Welt, die gerne alles eindeutig sortiert haben will. Zur Online-Version des Essays geht's hier lang: www.fr.de/kultur/gesellschaft/alexander-graeff-wir-existieren-und-sind-gar-nicht-so-wenige

Neuer Essay »QUEER« erschienen!

Mein Essay »QUEER« ist erschienen! Er ist ab jetzt verfügbar beim Verlagshaus Berlin . In dem poetologischen Text bringe ich Themen wie Herkunft, Sprache, Klassismus, Kritik am binären Denken und Bisexualität zusammen – Themen, die mich seit Jahren schon umtreiben. Im Text führe ich aus, was das alles genau soll, mit dem queeren Denken und was es für die politische Lyrik bedeuten könnte. Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten findet ihr auf www.verlagshaus-berlin.de/programm/queer/

»sieh nur wie unsere zähne sich gleichen« – Das Patriarchat zerschreiben

Längst feiern wir das berauschende Fest erschlaffender Narrative. Das Patriarchat, es torkelt. Doch hartnäckig wirkt es in den Köpfen, in den Herzen fort. Vor allem in Krisenzeiten tendieren wir zu traditionellen Lebensmodellen. Muskelmänner, Macher und Helden drängen sich in die erste Reihe, wollen gesehen und gehört werden. Leider ist das Patriarchat keine Primel. Weder Kopf noch Eichel lassen sich einfach abschlagen. Es braucht Fingerspitzengefühl und scharfe Zähne. Ich freue mich sehr auf eine Lesung am 23. September 2022 um 20 Uhr in der Lettrétage (Veteranenstraße 21, 10119 Berlin) zusammen mit meinen geschätzten, literarischen Sisters Lena Tietgen, Eva Brunner und Elke Cremer, moderiert von Aylin Ünal. Der Ankündigungstext oben klingt schon mal vielversprechend. Thematisch nehmen wir uns die Emotionen eines cisheterosexuellen Mannes, SF-Gegenmythen zur maskulinen Heldenreise, Fruchtbarkeitsmotive und Momente weiblichen Begehrens sowie unkonventionelle Liebesbeziehungen vor. All...

Wenn das traditionelle Modell zur Hölle wird

Passend zum Muttertag bringt die Frankfurter Rundschau in der Samstag/Sonntag-Ausgabe einen weiteren, literatursoziologischen Essay von mir über die intersektionalen Verwebungen von Heteronormativität, Klassenzugehörigkeit und dem Mythos »Mittelstandsfamilie«. Das alles zeige ich an Anke Stellings »Schäfchen im Trockenen« (Verbrecher Verlag, 2018). Zur Onlineversion geht’s hier lang: www.fr.de/kultur/gesellschaft/wenn-das-traditionelle-modell-zur-hoelle-wird

»Windhund« in der horen-Zeitschrift

Große Freude! Die Episode »Windhund« aus meinem Romanmanuskript »Hundstage« ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik die horen erschienen. Ausgabe 285 widmet sich thematisch mit »furchtlos schreiben« dem Politischen in der Literatur. Mein Text findet sich im von Gunther Geltinger kuratierten Kapitel »Queer ׀ Beat«. Das ist die erste Veröffentlichung eines Teils meiner Romanarbeit, an der ich schon so lange arbeite. In der Ausgabe sind noch andere großartige Texte geschätzter Kolleg*innen wie Donat Blum, Jayrôme C. Robinet, Sasha Marianna Salzmann, Manja Präkels und Clemens Schittko dabei. Bestellen könnt ihr das horen-Heft hier: www.wallstein-verlag.de/furchtlos-schreiben

Tentakel ausbilden – Ein Plädoyer für queeres Denken

Seit geraumer Zeit schon schreibe ich an einem erzählenden Sachbuch mit dem Titel »Tentakel ausbilden«. Darin soll es auf der Basis von Donna Haraways Ansatz eines »tentakulären Denkens« um eine zeigemäße queere und politische Literatur gehen. Entgegen meiner Erwartungen ist heute ein kurzer Essay über queeres und tentakuläres Denken in der Samstag/Sonntag-Ausgabe der Frankfurter Rundschau erschienen. Der Text skizziert meinen grundlegenden Zugang zum Thema und berichtet über eines der faszinierendsten Wesen dieses Planeten: den Oktopus. Die Onlineversion findet ihr auf www.fr.de/kultur/gesellschaft/der-queere-blick-tentakel-ausbilden

Männer, die über Männer schreiben, die über Männer schreiben

»Alternde Schriftsteller und ihre Schwierigkeiten in einer komplexer werdenden Welt erteilen einer engagierten, queerfeministischen Literatur nicht per se eine Absage« schreibe ich in meinem aktuellen Essay in der heutigen Frankfurter Rundschau (Ausgabe vom 14. Januar 2022). Denn »Männer müssen auch auf Männer schauen, die über Männer schreiben. Nicht als freiwillige Selbstkontrolle verstanden, wohl aber als genussvolle Selbstbegrenzung und -reflexion. Eine solche Literatur zeigt dann auch jene Ohnmächte, denen cis-männliche Körper in dieser Gesellschaft ausgesetzt sind – ohne ihre Privilegien zu verschweigen!« Im Text vergleiche ich Walter Kempowskis Roman „Hundstage“ (1988) mit Kristof Magnussons „Ein Mann der Kunst“ (2020) hinsichtlich des darin ausgearbeiteten und sehr unterschiedlichen, männliches Blickes. Und ja, kleine Triggerwarnung, es geht auch um Misogyne und Pädophilie. Die Onlineversion findet ihr auf www.fr.de/kultur/literatur/maenner-die-ueber-maenner-schreiben-die-uebe...